Hallo Glais. Danke dass Du Dir kurz Zeit nimmst. Du warst bereits an der Schule in Burgdorf bekannt wie ein bunter Hund, und dies nicht unbedingt aufgrund von Schüchternheit. Kannst Du Dich kurz vorstellen?
Bei vollem Namen heisse ich Martin Glauser. Mit Hingabe führe ich die Glauser Bodenbeläge GmbH in zweiter Generation. Mit meiner Familie wohne ich nach wie vor in Burgdorf, wo ich bereits aufgewachsen bin. Neben meinem Interesse an Zweirädern sämtlicher Couleur widme ich einen grossen Teil meiner bescheidenen Freizeit dem Eishockey und Schiessen.

Welche Verbindung hast Du zum motorisierten Zweirad?
Meine Verbindung zum Zweirad fängt eigentlich bereits vor der Motorisierung an: Als begeisterter Mountainbiker schätze ich die Dynamik von einspurigen Fahrzeugen: Bei allem anderen fehlt einfach eine Dimension :-).
Aus beruflichen Gründen legte ich meine Motocross Karriere ad acta. Auf der Strasse bin ich vom Sportbike bis zur Harley alles gefahren. Infiziert vom 2-Rad Virus habe ich die TT auf der Isle of Man besucht, was nach wie vor eines der eindrücklichsten Erlebnisse war. Die letzten Jahre galten Zweirad-technisch der Rückbesinnung: meine wieder entdeckte Liebe zu alten Töffli und auch zu Lambretta versetzt mich zurück in die Zeit der unbeschwerten Jugend. Und man kann noch unbeschwert Vollgas geben! (lacht)

Wie kommst Du zu Track & Street Corner?
Ich kenne Moritz Schachtler von der Schule. Etliche Bubenstreiche haben uns nicht primär zu den Lieblingen der Lehrerschaft gemacht… Als Moritz Schachtler 2015 nach Burgdorf zurück kam, habe ich einfach mal in seiner Werkstatt vorbei geschaut. Neben seinen Einzelstücken auf zwei Rädern interessierte mich, was er in den vergangenen 30 Jahren erlebt hat. So lange hatten wir uns nicht mehr gesehen!
Wir freuten uns beide über das Wiedersehen und ich war absolut begeistert von seinem “old school” -Atelier. Diese mechanische Werkstatt im historischen Ziegelei – Gebäude strahlt für mich ehrlichen, alten Handwerkergeist aus. Hier werden Motorräder gebaut, nicht einfach verkauft.
Irgendwie versetzte mich der Besuch in die “gute alte Zeit” zurück. Bei einem gemütlichen Kaffe wurde die Idee zur “Corner Gang” geboren: einem Motorrad – sozialen Netzwerk mit Aktivitäten ohne Verpflichtung.
Als lokaler Kleinbetrieb kenne ich die geschäftlichen Herausforderung und denke das wir nur mit einem starken Netzwerk auf die Dauer bestehen können. Aus diesem Grund berücksichtige ich, wann immer möglich, gleich gelagerte Betriebe aus meiner Umgebung. Ich denke, dass uns ein entsprechendes Netzwerk nicht nur geschäftlich, sondern auch persönlich stärkt.
Als Du im Frühjahr die Lambretta Vertretung übernahmst, war für mich sofort klar: So eine will ich!

Nach „wilden Motorradjahren“ die Lambretta. Kannst Du uns das erklären?
Das ist schnell erklärt: Lambretta ist für mich  Roller – Kult und Teil meiner Jugend -Erinnerungen. Die neue Lambretta V125 Special verfügt wieder über das klassische Design der 60er Jahre und kombiniert dies zu einem attraktiven Preis mit alltagstauglicher Technik. Das macht den Entscheid leicht: nostalgische Gefühle ohne die damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Wenn ich nicht beruflich auf’s Auto angewiesen bin ist die Lambretta die ideale Lösung: 

    • schnell von Tür zu Tür: Ich kann meine Termine zeitgerecht wahr nehmen (z,B. zum Ausmessen)
    • weder Parkplatzprobleme noch Parkbussen: Auch bei Bausitzungen mit vielen Teilnehmern muss ich mich nicht um die beschränkte Anzahl der Parkplätze kümmern
    • perfekter Werbeträger für mein Geschäft: Ein Hingucker mit einem Design zum verlieben
    • umweltfreundlich und billig: Eine Woche rumkurven und 3 Liter tanken…
    • kann mit normalen Kleidern gefahren werden: Egal ob mit Arbeitskleidern oder auf “cool” gestylt; die Lambretta ist dabei!
    • Auch bei Regen bleibe ich weit gehend trocken: Eine wasserdichte Jacke reicht; Füsse  und Beine sind geschützt
    • Genügend Platz für den kleinen Einkauf: grosses Staufach unter dem Sitz, Handschuhfach vorne und natürlich mein stylisches Körbchen mit integrierter Einkaufstasche auf dem Gepäckträger
    • …und es macht einfach unheimlich Spass. Wann immer möglich kommt meine Lambretta zum Einsatz und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht.

Also ersetzt die Lambretta bei Dir das Motorrad?
Nein, ich glaube der Vergleich Roller / Motorrad hinkt, weil das Eine das Andere nicht ersetzen kann. Fakt ist, das der Roller aus oben genannten Gründen im Nahverkehr deutlich praktischer und unkomplizierter ist. Und wenn er so gut aus sieht wie meine Lambretta, fällt der Entscheid leicht. Das Motorrad spielt fahrdynamisch in einer anderen Liga, braucht jedoch mehr „commitment“. Ich glaube wirklich, dass mich die einfache Handhabung in Verbindung mit dem klassischen Design im Alltag zur Lambretta greifen lässt. Ich denke eher, dass die Lambretta in Situationen das Auto ersetzen kann. Begünstigt wird dies durch die Parkplatzproblematik in den Innenstädten. Genau genommen bezahlt sich die Lambretta so selbst…

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Deine Lambretta ist mit Deiner Firmenaufschrift versehen. Wie sind die Reaktionen aus Deinem Umfeld?
Ich werde sehr oft darauf angesprochen, auch im Nachhinein wenn meine Lamy irgendwo in Burgdorf parkiert war. Das Fahrzeug fällt auf und Leute reagieren positiv erstaunt. Die meisten haben noch eine Verbindung zum Namen Lambretta, und erkennen das aus den 60er Jahren transferierte Design. Auf den ersten Blick gehen viele von einem Fahrzeug aus dieser Epoche aus. Daher muss ich gelegentlich Bedenken zur Alltagstauglichkeit ausräumen: mit einem modernen und sauberen Viertaktmotor sind frühere Unzulänglichkeiten passé. 

Kommen wir auf den Lambretta Kult zu sprechen. Was assoziierest Du damit?
Für mich steht Lambretta für Rock’n’Roll, italienisches Sommer – Gefühl, Jugend, Schönheit, Unbeschwertheit, Style, Mobilität, Freiheit, Coolness….(lacht). Soll ich weiter aufzählen oder soll ich es einfach mit Lebensfreude zusammen fassen?

Welche Accessoires braucht den ein cooler Lambretta Fahrer?
Also ich finde mich Accessoire genug… (lacht). Nein, das Gute ist wirklich, dass man mit herkömmlichen Kleidern fahren kann. Wer mehr Schutz will ohne auszusehen wie Robocop kauft sich stylische Sneakers von Styl Martin und ein Protective Shirt mit Kevlar. Beide Produkte haben integrierte 3D Protektoren und sind auch bei Track & Street Corner erhältlich.
Ein Muss ist jedoch ein geprüfter Helm. DMD baut die kleinsten zugelassenen Helmschalen und kombiniert diese mit coolem Design und Zubehör. Geprüfter Schutz kombiniert mit gutem Aussehen, so mag ich das. Mit DMD hast Du eine weitere Marke im Boot, welche hervorragend zu Track & Street Corner passt.

Kurz zusammen gefasst: Warum sehen wir Dich regelmässig bei TSC?
Coole Produkte, die “old school” Werkstatt – Atmosphäre mit Handwerker – Flair und interessante Benzingespräche… soll ich das Rumalbern mit Perücken und Schaufenster – Puppen auch erwähnen? (lacht) Oder Deinen ungeschlagenen Pulverkaffee?

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CORNER GANG

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